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Nutzung von UDT-Verbindungen

Dieser Abschnitt erläutert, wie Sie UDT-Übertragungen konfigurieren können. Der Client kann über ein UDT-Netzwerk-Protokoll Verbindungen zu anderen Geräten herstellen. Das UDT-Protokoll ist für High-Speed-Übertragungen optimiert. Außerdem beinhaltet es praktische Funktionen für die Nutzung eines Clients, der hinter einen Internet-Router oder hinter ein NAT-Gerät geschaltet ist. UDT verwendet die UDP-Hole-Punching-Technik, die die Konfiguration von Schnittstellenweiterleitungen des Routers überflüssig macht. Viele andere bekannte Peer-To-Peer-Softwares (z.B. Skype) nutzen ebenfalls diese Technik um den Netzwerk-Konfigurationsprozess zu vereinfachen.

Plattformen, die UDT-Verbindungen unterstützen

UDT-Verbindungen werden von folgenden Betriebssystemen unterstützt:

  • Windows XP mit Service Paket 3/Vista/7/8
  • Windows Server 2003 / 2003 R2 / 2008 / 2008 R2 / 2012

(Warnung) Bitte beachten Sie: Das Microsoft Visual C++ Redistributable Package muss durch eine UDT-Verbindung installiert werden, damit es funktioniert!

(Info) Der Client unterstützt momentan UDT nicht für Mac oder Linux. Auf diesen Plattformen kann der Client sich noch mit einer Relais- oder HTTP-Tunnel-Verbindung vernetzen. Da diese beiden Methoden einen vom Server verzögerten Verkehr benötigen, kann die Übertragungsgeschwindigkeit eventuell nicht das Maximum Ihrer Internet-Verbindung erreichen. Wir empfehlen Ihnen daher für eine optimale Übertragungsleistung, auf diesen Plattformen eine Firewall oder einen Router zu konfigurieren.

Nutzung von Hole-Punching aka NAT-Traversal UDT-Verbindungen

Standardmäßig versucht der Client eine Verbindung über UDT (Hole-Punching-Modus) aufzubauen, wenn keine direkte TCP-Verbindung möglich ist. Bevor eine Hole-Punching-UDT-Verbindung hergestellt werden kann, müssen alle Geräte mit dem Server verbunden sein. Der Server wir als Relais für die Verbindung dienen – danach wird die eigentliche Kommunikation direkt zwischen den verbundenen Geräten stattfinden. Der Client versucht sich automatisch mit einem Server zu verbinden und wird normalerweise mindestens durch einen HTTP-Tunnel verbunden.

(Info) UDT-Hole-Punching wird standardmäßig aktiviert, um den Konfigurationsprozess so leicht wie möglich zu gestalten. Wenn Sie UDT-Hole-Punching deaktivieren wollen:

  1. Wählen Sie im Hauptfenster Einstellungen aus.
  2. Klicken Sie auf Netzwerk.
  3. Deaktivieren Sie das Auswahlfeld Aktiviere UDT-Verbindungen.

Nutzung direkter UDT-Verbindungen

Außerdem ist es möglich zwei Geräte direkt ohne eine Verbindung zu einem Server über UDT zu verbinden. Diese Option wird standardmäßig deaktiviert und wir empfehlen sie nur für die Nutzung des Clients über ein High-Speed-Datennetzwerk. Diese Option kann nur verwendet werden, wenn eine ungehinderte Kommunikation ohne Firewall, Router oder NAT-Gerät zwischen den Geräten vorhanden ist.

Wenn Sie die direkte UDT-Verbindung aktivieren wollen:

  1. Wählen Sie im Hauptfenster Einstellungen aus.
  2. Klicken Sie auf Plugins.
  3. Wählen Sie UDT connections aus.
  4. Klicken Sie auf Aktivieren.

Diese Funktion prüft, ob der Client direkt versuchen sollte, eine Verbindung über UDT aufzubauen, bevor das Herstellen einer Verbindung über TCP versucht wird. Wenn die Option aktiviert ist, achtet der Client auch auf in konfigurierte Datenschnittstellen eingehende UDT-Verbindungen. Die Standard-Schnittstelle ist 1337.

(Warnung) Bitte beachten Sie: Aufgrund von Konflikten von UDT mit der Schnittstelle 1337 (UDP), deaktiviert der Client das Netzwerk-Broadcasting des LAN, das ebenfalls die Standardschnittstelle 1337 (UDP) verwendet.

Fehlerbehebung bezüglich der UDT-Verbindungen

Wenn Sie Fehler bezüglich der UDT-Verbindungen beheben wollen:

  • Prüfen Sie, ob UDT für Ihre Plattform verfügbar ist. Bitte kontrollieren Sie ebenfalls, ob das Microsoft Visual C++ Redistributable Package installiert ist.
  • Führen Sie „netstat -a -p UDP“ in der Kommandozeile aus. Es sollte eine Zeile mit „0.0.0.0:1337“ zu sehen sein (oder eine andere Schnittstelle und Netzwerkadresse, sofern Sie konfiguriert ist).
  • Kontrollieren Sie, ob Sie in den Log-Dateien des Clients Probleme mit UDT-Komponenten finden.
  • Hohe CPU-Last: Deaktivieren Sie ZIP-Komprimierung im LAN unter Einstellungen > Experteneinstellungen und konfigurieren Sie alle Geräte, die in der LAN-IPs-Liste unter Einstellungen > Netzwerk stehen.